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Montag, 28. April 2008

27. April 2008 - Tag 25: Vienna City Marathon (42 km)


Lauf-Infos:

Datum: 27. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 13.32 Uhr
Distanz: 42 km
Laufzeit: 4.20.19
Gesamtzeit: 4.32
Kilometerstand: 1.127 km von 1.129 km (aber dennoch: finish)

Könnt ihr das glauben, dass Johannes Schwaiger aus Ebensee 6 Minuten vor mir durch den Startbogen gelaufen ist und dann wieder genau 6 Minuten vor mir ins Ziel gekommen ist … mit nur 2 Sekunden Unterschied? Er hat mich diesmal mit einer Zeit von 4:20:17 (!!!) geschlagen. Super gemacht … aber schade, dass wir uns nicht getroffen haben.

Klaus und Reimar trafen ein. Reimar hat uns heute mit seiner Teilnahme überrascht und er lief den ganzen VCM mit uns … insgesamt lief er den 3. Marathon hintereinander mit mir, wie auch Klaus.

Reimars Bruder widmete uns und RUN FOR LIVES eine sensationelle Werbung mit einer Durchsage während des Rennens! Danke!

Georg teilte mit mir die Schwierigkeiten, mit einem Baby-Jogger zu laufen. Ich kann euch nur eines sagen: das ist beim VCM nicht einfach. Dort laufen über 30.000 Läufer, nicht alle den ganzen Marathon, aber trotzdem. Wir starteten wieder von ganz hinten und beendeten den Marathon im Umfeld von Platz 4.500. Wir haben mit unseren Baby-Joggern tausende von Läufern überholt, was nicht so einfach ist. Natürlich sind wir SEHR vorsichtig, damit wir niemanden anfahren oder behindern.

Auf der Strecke haben wir Martl (Martin Juchum) getroffen, der immer Herausforderungen sucht und immer ein Lächeln auf den Lippen hat ... und er macht immer das beste daraus. Seine Zeit ist gut unter den 5 Stunden und 30 Minuten, über die wir mal geredet haben. Ich hoffe, du fühlst dich mit deinen 5.23 gut und wir treffen uns bald wieder!

Mein Bein hat sich über nacht gut erholt und ich wollte es auch so beibehalten .. daher bin ich so entspannt wie es nur möglich war gelaufen. Georg hat der Lauf mehr Spass gemacht als meinem Bein, deshalb musste ich ihn oft ein wenig einbremsen. Aber am Ende war alles OK und mein Bein ist heute in besserer Verfassung als gestern. Es hat sich wieder mal bewährt … man kann mit einer leichten Verletzung einen Marathon laufen … es heilt von selbst dadurch …

Chris (RUN FOR LIVES Koordinator 2008) begleitete uns wieder mit dem Fahrrad. Auf einmal hörte ich hinter mir einen rießen Krach und sah ihn am Boden liegen … seine Kamera in die Höhe haltend, die Beine ums Fahrrad gewickelt. Ich war etwas beunruhigt … und hab deshalb total darauf vergessen, ein Foto von diesem Ereignis zu schießen. Schade. Wirklich schade ;-) Übrigens: seine Kamera ist OK, sein Ellbogen schmerzt …

Ab Kilometer 36 begleiteten uns dann rund 30 Mädels vom Akademischen Gynmasium Wien. Ich habe mich total gefreut, die letzten Kilometer in einer Gruppe zu laufen … so war ich etwas verwirrt, als ich sie auf einmal weglaufen und in der Menge verschwinden sah – und sie kamen nicht mehr wieder! Nach dem Marathon habe ich mit der Lehrerin – Frau Irene Kotynski – gesprochen … die Kids haben einen wirklich großartigen Job gemacht und sehr viele Spenden für ihre Kilometer gesammelt … DANKE!!!

Wenn man auf unsere heutige Laufzeit schaut fällt auf, dass wir heute die langsamste Netto-Zeit seit Bregenz gelaufen sind. Natürlich, es gab heute keine Pausen, aber die Menge an Läufern beim VCM macht es schwer, voranzukommen. Ständig bremsen und herumlenken macht einen nicht gerade schnell.

Zieleinlauf

Am Ziel waren wir dann alle im Zelt von Erste Bank Sparkasse Running eingeladen. Es war sehr nett und ich habe für jeden Kilometer, den ich seit Bregenz gelaufen bin, 1 Euro für Menschen in Not erhalten. Mario Stadler - Marketingleiter der Erste Bank - überreichte mir den Scheck. Und eine Sport-Tasche mit sooo vielen Taschen, wo ich mir jetzt schon sicher bin, wenn ich da was hineingebe, finde ich es nie wieder ;-) Überalle Zipps und Knöpfe … es wird eine Weile dauern, bis ich meine neue Tasche ganz genau kenne, aber ich werde es herausfinden.

Zum Schluss ist noch eine Gruppe "MSFler" zusammengesessen und hat das Ende meines RUN FOR LIVES gefeiert. Jetzt können wir uns zurücklehnen und es allen anderen Läuferinnen und Läufern überlassen, ihre Läufe für Menschen in Not zu laufen. Ich wünsche euch dafür alles Gute, Gesundheit und viel Spass bei euren Läufen.

DANKE EUCH ALLEN!!!!!!!!!!!!

In rund zwei Wochen folgt dann der letzte Eintrag in mein Tagebuch mit meinen Schlussworten über meinen RUN FOR LIVES 2008 …

Bis dahin … alles Liebe und viel Spass beim Laufen für Menschen in Not,

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

PS: Sie laufen auch? Dann widmen Sie Ihre Lauf-Kilometer RUN FOR LIVES und bitten Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannte für Ihre Kilometer zu spenden. Die Spende geht zu 100 % an Ärzte ohne Grenzen. Sie helfen damit Menschen in Not! Jeder Euro hilft!

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26. April 2008 - Tag 24: Tulln - Wien (44 km)


Lauf-Infos:

Datum: 26. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.04 Uhr
Distanz: 44 km
Laufzeit: 4.02
Gesamtzeit: 5.04
Kilometerstand: 1.085 km von 1.129 km

Ich hatte eine ruhige, angenehme Nacht – ohne Bier!!!!

Ich habe Klaus und Reimar vorm Hotel angetroffen und bevor wir starteten überraschte uns Georg. Er ist wieder gesund und lief, als wäre nichts geschehen.

Wir liefen mit Rückenwind und mit zügigem Tempo entlang der Donau. Bei Kilometer 19 stießen Chris (RUN FOR LIVES-Koordinator 2008), Elisabeth und Ulli – 2 Mädls, die Feuer und Flamme waren, 20 Kilometer mit uns zu laufen, zu uns. Chris begleitete uns mit dem Fahrrad.

Wow, als ich die 2 Mädels sah .... lange Jogginghosen, warme Kleidung, Elisabeth in Schuhen, die sie von ihrer Oma geerbt hat und beide mit einer Flasche Wasser in Händen. Wow, das wird hart ...

Wir liefen von jetzt an etwas langsamer, so dass wir uns alle bei den 5 Kilometer-Pausen wieder getroffen haben. Das war schließlich die beste Lösung für alle, denn wir liefen für die 2 Mädels doch etwas zu schnell. Und wir wären doch zu viel vom Laufen abgelenkt gewesen ...

Kilometer 30: alles wunderbar.

Bei Kilometer 35 bemerkte ich, dass mein Schienbein rot und geschwollen war, aber es tat nicht wirklich weh. Sie sehen, 1 Nacht ohne Bier und schon passiert was. Die Universität Innsbruck hat übrigens bestätigt, dass Bier gut gegen Entzündungen ist.

Ich schmierte ein wenig Perskindol drauf und da es nicht weh getan hat, hat es mich auch nicht sonderlich gestört. Aber erstaunlich, dass man über 1.000 Kilometer laufen kann und dann innerhalb von 5 Kilometer eine Entzündung bekommt. Aber ich nehme an, dass die Entzündung in ein paar Tagen wieder verschwindet. Hoffentlich bis nächsten Samstag, wo ich einen 24-Stunden-Lauf in Holland mitlaufen werde.

Bei Kilometer 35 beschloss Ulli aufzugeben. Bedauerlicherweise haben wir für Sie anders entschieden und haben Ulli und Elisabeth mit Chris auf einen kürzeren Weg ins Ziel geschickt. Chris voran, dass er nicht abgelenkt wird. So haben die 2 Mädls doch noch 22 Kilometer hinter sich gebracht … die längste Distanz, die die zwei je gelaufen sind!!!!!

GRATULIERE!!!

Reimar hat die Freude über diese fantastische Leistung mit Geschichten über seinen 246 Kilometer-Lauf etwas getrübt, aber was solls ...

Wir haben uns dann alle für eine Weile bei der VCM Messe Wien-Aktiv zusammengesetzt und unser wohlverdientes Bier getrunken, ein wenig gegessen, über den heutigen Lauf getratscht, ... Chris: Danke für die Einladung!

Dann haben wir noch beim Messestand von Erste Bank Sparkasse Running vorbeigeschaut und haben dort mit ein paar Läufern gesprochen.

Unser Boss, Andreas (Head of Fundraising bei Ärzte ohne Grenzen und selbst Läufer) besuchte uns wie jedes Jahr und ist begeistert.

Genau genommen unterstützt er meinen "25-tägigen Urlaub" und ladet mich dann auch noch auf ein Bier ein .... ich mag ihn!!!!

Georg und ich sind wieder bei Walter und Nut eingeladen. So brauchen wir kein Hotel suchen. Und oben drauf bekamen wir auch noch das beste Thai-Essen in der Stadt!

Last but not least, Klaus und Reimar liefen 2 Marathons mit mir. Reimar war wirklich gut drauf und es lief wirklich gut bei ihm. Klaus war nicht so in Form, um so mehr schätze ich seine Leistung. Er bestand sogar darauf, den letzten Umweg mitzulaufen, um heute mit 44 Kilometer am Ziel anzukommen.

44 Kilometer …??!!??

Ja, Reimar wohnt in der Nähe und kennt sich daher ganz gut aus … so dauerte es etwas länger, das Ziel zu finden ;-)

Und Klaus: er wird morgen beim Vienna City Marathon auch wieder am Start sein.

Manche geben nie auf …

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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Freitag, 25. April 2008

25. April 2008 - Tag 23: St. Pölten - Tulln (43 km)


Lauf-Infos:

Datum: 25. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 13.46 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 3.42
Gesamtzeit: 4.46
Kilometerstand: 1.041 km von 1.129 km

Alle sind gekommen: Die selben 4 wie vor 2 Jahren (am letzen Tag des RUN FOR LIVES 2006). Die Laufgruppe SOL4RUN!!! Klaus, Sepp, Peter und Dorfi.

Es ist großartig alle 4 nach zwei Jahren wieder zu sehen. Und alle sind in guter Verfassung und gesund. Und Matthias, der heute das dritte mal hintereinander mit mir mitgelaufen ist beendete seinen Lauf mit weit über 100 Kilometer!!! Und ein weiterer Läufer war dabei: Rainer, der die bis jetzt größte Gruppe, die mich an einem Tag begleitet hat, komplett machte.

Nach bereits 2 Kilometer machten wir eine kurze Pause um das "1.000 Kilometer seit Bregenz"-Bild zu machen ... dann machten wir wie gewohnt alle 5 Kilometer eine Pause.

In Langmannersdorf machten wir eine Pause und genehmigten uns einen Cafe und/oder Apfelsaft. Als der Ex-Bürgermeister von Langmannersdorf hörte, was diese Gruppe von schwitzenden Männern versucht zu erreichen, übernahm er die sofort die Rechnung unserer Getränke. Herzlichen Dank!!!

Matthias verließ uns hier, denn er hat was besser zu tun .....???? Bald danach verstand ich warum. Ich erblickte dicke schwarze Wolken über uns und ein Gewitter kam immer näher. Danke Matthias für die letzten drei großartigen Tage. Wir treffen uns ja am 15. Juni beim 100 Kilometer-Lauf in Steyr wieder.

Dieses Lauf-Team ist einfach großartig. Alles sehr erfahrene Läufer. Dass merkt man auch daran, dass sich niemand ärgert, wenn sich die Gruppe teilt und erst wieder bei der nächsten Pause zusammenfindet. Es ist selbstverständlich, dass jeder seine eigene Geschwindigkeit läuft. Manchmal schneller, manchmal langsamer.

Bei Kilometer 30 begann es zu regnen. Ich weiß, ich habe mich bis jetzt noch nie über das wetter beschwert – und das werde ich auch heute nicht tun. ABER: hätte es bereits beim Start so geregnet, wie heute, dann hätte ich ... !!!

Völlig durchnässt liefen wir weiter – es schien nicht aufhören zu wollen. So lief jeder für sich, so schnell er konnte. Und auf die 5 Kilometer-Pause dachte sowieso niemand mehr. Nur ich stoppte für einen Moment an einer Tankstelle. Ich verstand es selbst nicht – aber ich musste einfach stehen bleiben … es sah so verlockend aus ...

Rainer hielt mit mir mit. Hinter uns der Rest der Truppe. Nur, wenn ich auf über 15 km/h beschleunigte, kam er nicht mehr mit. Super gemacht Rainer!!! So wurde ich auch wieder langsamer, da ich dieses Tempo nicht halten konnte, und wir liefen die letzten 3 Kilometer gemütlich nach Tulln.

Ich war ziemlich überrascht, als innerhalb wengier Minuten Klaus und Sepp im Ziel erschienen. Ich muss diese Abkürzung verpasst haben …???!!!

So schnell wie möglich gingen wir dann in eine Bäckerei und dort gleich aufs WC, um uns endlich trockene Kleidung anzuziehen.

Peter und Dorfi kamen ein wenig später an und Peter zitterte vor Kälte.

Eine gute halbe Stund verbrachten wir dann in der Bäckerei mit Essen und Trinken – wir haben so ziemlich alles aufgegessen, was die Bäckerei noch so hatte. Danach trennten wir uns – musikalisch begleitet von Dorfis Vater.

Jetzt sitze ich das letzte mal alleine in einem Hotel. Morgen werde ich in Wien sein. Ich fühle mich nach mehr als 1.000 Kilometer immer noch gut und habe keine Probleme. Es gab jeden Tag ein paar Verspannungen oder schmerzende Stellen – aber am nächsten Tag war alles wieder vorbei. Heute macht sich mein linker Oberschenkel das erste mal bemerkbar, aber ich nehme nicht an, dass mich das morgen stören wird.

Der menschliche Körper ist schon erstaunlich.

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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24. April 2008 - Tag 22: Krems - St. Pölten (43 km)


Lauf-Infos:

Datum: 24. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.48 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4.10
Gesamtzeit: 5.48
Kilometerstand: 998 km von 1.129 km

Natürlich sind wir die falsche Richtung aus Krems hinaus gelaufen und wir mußten erst den richtigen Weg über die Donau finden. Aber was solls – es war herrliches Wetter und wir hatten heute ja keine Eile.

Die Vertretung von Frau Bürgermeister - Gemeinderat Dr. Hans Mühleder - meinte, dass es heutzutage schwierig ist, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden. Ich war erstaunt, da ich nie annahm, dass dieser Lauf „ehrenamtlich“ ist. Als ob ich es nicht genießen würde, bei fantastischem Wetter mit 2 großartigen Läufern – wieder Matthias und heute auch Heli - und meiner Freundin Irma, zu laufen. Der ganze Lauf ist "wie Urlaub", der es mir aber möglich macht, Ärzte ohne Grenzen zu unterstützen – dass das Ganze noch viel besser macht! Ich hoffe, möglichst viele VCM-Läufer sehen das ähnlich. Wir laufen ja sowieso … und warum soll man das nicht mit und für einen guten Zweck verbinden!!!

Na, da ist die Kamera aber etwas zu weit nach unten gerutscht. Aber als ich dem Blick meiner Freundin folgte, nahm ich an, dass sie sich nicht beschweren konnte. Ehrlich. Als wir die Kamera dann wieder angehoben haben, bemerkte ich, dass wir drei ein Vorurteil unterstützen. Ja, hier sieht man uns an einem normalen Arbeitstag und … wir sehen 3 langhaarige Youngsters (hmmm, hmmm), die sich den Tag "frei" genommen haben, um bei Sonnenschein laufen zu gehen, während Leute mit kurzen Haaren ganz normal zur Arbeit gehen …

Zu unserer Verteidigung muss ich euch jetzt sagen, dass meine 2 Kollegen sich für die Zeit – die sie mit mir laufen – tatsächlich freigenommen haben und auch in der Nacht oder am Wochenende arbeiten, um die Zeit aufzuholen, die sie auf der Straße verbringen.

Cafe bei Kilometer 16 und ein “Strand-Stop” bei Kilometer 30, wo Matthias schon 3x besser aussieht als da, wo er seinen schrecklichen Krampf von der rechten Schulter bis runter zur linken hüfte hatte. Aber er versucht schon wieder flache Steine über das Wasser der Traisen hüpfen zu lassen. Es könnte aber auch Tai-Shi gewesen sein.

Ein Bier bei Kilometer 36 und Heli ist nach wie vor guter Dinge, obwohl er es nicht gewohnt ist, solche Entfernungen zu laufen. In St. Pölten gönnten wir uns im Ziel mit der ganzen Truppe ein weiteres Bier.

Es war ein sehr angenehmer Tag heute … mit dem besten Wetter seit meinem Start in Bregenz. Heli ist in einer so guten Verfassung, das er morgen wieder vorbei schauen wird. Just for fun!

Ich brachte Irma zum Bahnhof, da sie heute wieder nach Hause gefahren ist und dem Alltag wieder ins Auge sehen muss … und ich bin wieder alleine, mit 10 Kilo Schmutzwäsche. Ich denke, dass es sich ausgeht, die nächste Tage meine Wäsche so zu wechseln, dass ich nicht wieder etwas waschen muss. Die Sachen trocken zu bekommen ist ziemlich mühsam. Und wenn sie schon nass sind, brauche ich sie doch nicht mehr zu waschen ...

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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Donnerstag, 24. April 2008

23. April 2008 - Tag 21: Melk - Krems (43 km)


Lauf-Infos:

Datum: 23. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.23 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4.01
Gesamtzeit: 5.23
Kilometerstand: 955 km von 1.129 km

Heute erhielt ich - im Regen stehend - eine Spende der Volksbank Melk und von Matthias Brunnauer. Nein, Matthias hat sich nicht bei RUN FOR LIVES als Läufer eingetragen - aber er unterstützt das Projekt so viel, dass es selbst mich in Verlegenheit bringt – und das heisst was. UND er läuft die nächsten 3 Tage mit mir mit.

Ich kenne Matthias nun schon eine Weile. Er mich auch und er weiß, dass alles, was er mir so erzählt von mir im Tagebuch veröffentlich werden kann und will. Das Ergebnis des Ganzen ist, dass er mich die ganze Zeit erzählen läßt und das einzige, was ich von ihm weiß ist, dass er Matthias heißt und er läuft. Oh yeah – er wohnt in St. Pölten. Ich wundere mich, was für Geheimnisse dieser Mann haben muss.

Es ist jedenfalls ein Vergnügen mit ihm zu laufen und jede Menge Lauferfahrungen mit ihm auszutauschen. Es war unglaublich, dass ich ihn erst bei Kilometer 40 fragte, ob alles OK ist. Er läuft so problemlos dahin, dass man vergisst, dass er eventuell Schmerzen in seinen Beinen – oder so - haben könnte.

Irma fuhr mit dem Fahrrad hinter uns. Etwas einsam, aber sie meinte, sie genießt die Wachau und die Ruhe (und natürlich den Blick auf zwei alte, schwitzende, hinkende Männer).

Wir machten eine Cafe-Pause inklusive Kuchen – mit einem unmöglichen Namen zu einem unmöglichen Preis ... und desto später es wurde, desto besser wurde das Wetter. Es wurde sogar angenehm warm.

Schließlich kamen Eberhard und Rainer in Sichtweite. Sie haben Melk um 07.15 Uhr verlassen und GINGEN nach Krems.

In Krems trafen wir uns alle wieder und beendeten den Tag mit einem Bissen zu Essen und Vitamin B(ier).

Ich suchte gerade nach einem Bild von Eberhard und Rainer – konnte aber leider keines finden. Eberhard ist natürlich als Läufer für RUN FOR LIVES registriert. Und Rainer … Nun, Rainer sieht Matthias ziemlich ähnlich … und als ich das ausgesprochen hatte, habe ich mich zur selben Zeit bei beiden dafür entschuldigt. Natürlich ist einer hübscher als der andere …

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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Mittwoch, 23. April 2008

22. April 2008 - Tag 20: Ardagger Markt - Melk (54 km)


Lauf-Infos:

Datum: 22. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 16.36 Uhr
Distanz: 54 km
Laufzeit: 5.08
Gesamtzeit: 7.36
Kilometerstand: 912 km von 1.129 km

Wie angekündigt, Markus Mayrhofer – bei dem wir letzte Nacht geschlafen haben, hat die Idee, über die Grenzen von Österreich zu sehen. Er plant Österreich am 15. August zu verlassen und Richtung Osten zu ziehen … für rund 22.000 Kilometer. Sein Interesse für andere Länder und Kulturen und mal Österreich zu verlassen will er mit vielen Menschen über seine Webseite www.weltaufzweiraedern.com teilen.

Ohne je viel im Ausland gewesen zu sein ist er überzeugt, dass wir in Österreich sehr glücklich und viel besser als viele andere leben. Durch seine Reisen und Abenteuer hofft er, viele Leser denen es nicht möglich ist so etwas zu machen und dort hinzureisen, wo er hinreist über gewisse Dinge in anderen Ländern aufzuklären und sie zu motivieren, Ärzte ohne Grenzen zu unterstützen.

Ein bewundernswertes Vorhaben und eine gute Möglichkeit nach RUN FOR LIVES seine Webseite weiterzubesuchen. Ich werde es jedenfalls tun! Und ich wünsche im das Allerbeste! Und wer weiß, vielleicht entscheidet sich Markus nach seiner Reise dazu, für Ärzte ohne Grenzen als Krankenpfleger auf Einsatz zu gehen.

Der heutige Start: Wie letztes Jahr ist der Bürgermeister zu spät. Ich wartete nicht länger. Wir beide haben unseren Terminplan. Ich respektiere seinen und er respektiert meinen, hoffe ich jedenfalls. Er ließ mir eine kleine Aufmerksamkeit mit dem Auto nachbringen und teilte mir mit, dass er übers Internet für RUN FOR LIVES spenden wird. DANKE!!!

Die Familie von Markus begleitete mich mit dem Fahrrad und so war ich heute ziemlich in der Minderheit – 24 Kilometer lang umgeben von 4 Fahrradfahrern. Nach 24 Kilometern drehten Markus und seine Familie dann wieder um.

Die Strecke entlang der Donau war wunderschön und das Wetter auch. Heute lief es wirklich sehr gut. Auf einmal kommt uns ein Fahrradfahrer entgegen … Eberhard (!!!!) mit seinem Freund Rainer. Sie fuhren mit dem Fahrrad in der Gegend herum, um sich auf morgen – wo sie wahrscheinlich mit mir mitlaufen werden – vorzubereiten.

Die Strecke nach Melk wäre eigentlich 50 Kilometer gewesen. Aber auf der Radroute waren unterschiedliche Kilometerangaben und es wäre alles zwischen 51 und 55 Kilometer möglich gewesen. Sie sehen, die Zeiten, wo ich alleine gelaufen bin, sind vorbei. Und anscheinend ist „immer gerade aus“ nicht klar genug für mich. Gut, dass meine Beine fit sind und nach 54 Kilometer waren wir dann in Melk. Ich war immer noch fit genug, um danach einkaufen zu gehen.

Den Abend verbrachten wir mit Eberhard und Rainer beim Pizza-Essen.

Und endlich gibt es ein paar Fotos von Irma. Es ist soooo großartig, sie hier zu haben. Ich gebe zwar vor ein harter Kerl zu sein, aber in Wahrheit ist es nicht möglich, solche Distanzen ohne Unterstützung zu laufen. Und Irma ist diese Tage ein Teil dieser Unterstützung.

Jetzt ist es 21.37 Uhr. Und da es am Nachmittag im Hotel kein warmes Wasser gegeben hat war ich immer noch nicht duschen (nach einem 54 km-Lauf!). Das werde ich jetzt endlich nachholen. Leute, ich verlasse euch jetzt und gehe duschen, denn ansonsten befürchte ich …

Bis morgen.

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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Dienstag, 22. April 2008

21. April 2008 - Tag 19: Steyr - Ardagger Markt (43 km)


Lauf-Infos:

Datum: 21. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 15.26 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4:19
Gesamtzeit: 6:26
Kilometerstand: 858 km von 1.129 km

Es hat so viel Spass gemacht, im "Stadthotel Styria" zu sein, das zur Zeit geschlossen hat, uns aber dennoch eingeladen hat und ein Zimmer zur Verfügung gestellt hat. DANKE für alles!

Wir waren – nach einem schnellen Einkauf für den Tag bei Billa – pünktlich am Start. Georg hatte eine schreckliche Nacht. Er hat immer noch Probleme mit seinem Magen und die meiste Zeit am WC verbracht. Es war erstaunlich, dass er es geschafft hat, wieder am Start zu stehen.

Der Bürgermeister von Steyr – Herr Forstenlechner – sprach ein paar nette Worte, überreichte uns eine Spende der Stadt Steyr und merkte an, dass er überzeugt ist, dass ein Marathon gesund für den Menschen ist.

Interessant und in der Tat, viele Leute fragen nach dem gesundheitlichen Aspekt, einen Marathon zu laufen. Nun, ich kann jetzt keine wissenschaftliche Antwort darauf geben aber wenn man nach kranken Leuten sucht: Schauen Sie nicht am Start vom VCM danach. Sie werden enttäuscht sein.

Wir starteten den 19. Marathon – Irma, Georg und ich. Wir liefen locker aus Steyr hinaus. Wir hatten Rückenwind, es war viel Wind, nur er kam leider aus der falschen Richtung. Gut wars. Er bremste uns etwas ein und so hatten wir einen angenehmen Lauf.

Ich wette Georg ist anderer Meinung, denn er kämpfte ziemlich damit. Er hatte einfach zu viel Flüssigkeit heute Nacht verloren und konnte den Flüssigkeitsverlust nicht aufholen, das sein Magen das nicht zuließ.

Wir machten unsere 5 Kilometer-Pausen and hofften, dass es besser wird. Aber bei Kilometer 24 hat sich Georg dann entschieden, nach Hause zu fahren. Es war nur mehr eine Qual für ihn. Georg: großartige Leistung und ich hoffe, er erholt sich schnell genug, um bei einem anderen Lauf mitzumachen.

Markus hat angerufen und bestätigte mir, das er an der Strecke auf uns wartet. Er radelte mit und begleitete uns auf den letzten 13 Kilometern, nachdem wir ein Bier getrunken haben. Es sollte eigentlich ein alkoholfreies Bier sein! Aber ich war heute in der Früh so in Eile, dass ich beim Billa das Falsche erwischt habe und nun haute mich der Alkohol ziemlich nieder. Ich hatte einen ziemlich niedrigen Zuckerpegel und aß daher zwei Müsli-Riegel und trank Coca Cola dazu. Ich begann zu schwitzen und bekam zittrige Knie. Es ist irgendwie witzig, wenn du glaubst, du verlierst all deine Kraft und Kontrolle über deinen Körper – kannst aber immer noch weiterlaufen und es beginnt dann auch wieder der Stoffwechsel einzusetzen. So lief ich die letzten 10 Kilometer mit einem 5 Minuten/Kilometer-Schnitt und erholte mich dabei gut.

Markus hatte einen großartigen Plan und ich werde morgen ausführlich darüber berichten. Markus hat mal begonnen, ihn mir zu erklären und wir gingen zu seinem Haus und hatten ein sehr nettes Abendessen.

Ja ja, ich weiß. Immer noch kein Bild von Irma. Es war ein sehr langer Tag und am Ende war sie so müde, wo ich dann auch kein Foto von ihr machen wollte – da ihr sonst denken könntet, ich fordere sie zu viel *g*

Mit allem Respekt gegenüber Georg, realisierte ich, dass wir mit und für unsere Gesundheit laufen. Während die Menschen, denen Ärzte ohne Grenzen versucht zu helfen, oft um ihr Leben laufen müssen und nicht die Wahl haben, zu stoppen um eine Pause zu machen – egal, ob sie krank sind oder nicht.

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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Montag, 21. April 2008

20. April 2008 - Tag 18: Linz - Steyr (45 km)


Nachdem ich von Helma Kantilli herzlich aufgenommen wurde – inklusive köstlichem Cafe (der mich dann die ganze Nacht wach sein hat lassen, aber es war nicht so schlimm) – machten wir uns am Morgen auf den Weg zum Bahnhof, um meine Freundin Irma abzuholen.

Ja. Sie ist da! Und Nein. Ich kann es nicht überprüfen, da sie alle heutigen Fotos gemacht hat, aber auf keinem selbst drauf ist … aber vielleicht ist ja das der Beweis das sie da ist. Irma wird mich bis St. Pölten am Fahrrad begleiten und unterstützen. Also – noch Zeit genug, auch mal Irma auf ein Foto zu bekommen.

Wie auch immer. Am Start waren heute Gemeinderat Stefan Giegler anwesend, Georg Schmidthaler und Johann – beide vom Laufverein "Laufwunder Steyr", dann noch Irma und Mario.

Ein netter Haufen und das beste Wetter seit dem Start in Bregenz. Mario hat in der Zeitung TIPS von RUN FOR LIVES gelesen und nutzte den heutigen Tag als Training für den Vienna City Marathon, den er Ärtze ohne Grenzen widmen wird. Er hat rund 20 km geplant, mit uns mitzulaufen. Aber es wurden dann doch 25 km daraus und er hatte dann immerhin noch 6 km zum Bahnhof zu laufen. Er hatte einen Bart auf den Abraham neidisch gewesen wäre und wunderte sich, warum ich nicht so viel schwitzte wie er. Ich klärte ihn über Brundis Lösung – wie man mit Bärten umgeht auf *g*. Mario, sehr guter Lauf! Ich wünsche dir für deinen ersten Marathon nächste Woche das Allerbeste. Bis bald!

Johann ist seinen letzten Marathon im Jahr 2002 gelaufen und wollte ebenfalls für rund 20 km mitlaufen. Aber Georg und ich kannten den Weg nach Steyr nicht. Wie auch … Ich bin voriges Jahr hier gelaufen und Georg lebt in Steyr. Wie bitte schön soll da jemand von uns zwei den Weg dorthin wissen …?

So musste uns Johann anführen und uns den Weg zeigen. Inklusive eines kleinen Umweges, der viel schöner zu laufen war als auf der Bundesstraße. Insgesamt 45 km!

Ja Johann. Jetzt bist du ein Ultra Runner. Ich erwarte dich beim 100 km-Lauf in Steyr am 15. Juni!

Das war heute wieder mal ein Tag, an dem 2 Läufer mehr Kilometer gelaufen sind, als sie geplant hatten und großen Einsatz und Hingabe gezeigt haben. Danke, dass ich das mit euch erleben durfte.

Georg will mich den restlichen Weg nach Wien begleiten, obwohl er sich letztes Wochenende nicht sooo gut gefühlt hat. Er hat einen ähnlichen Baby-Jogger wie ich und Sie können sich die Blicke, die wir auf der Straße ernten, vorstellen. Ich bin mir sicher, das viele Menschen darüber nachdenken, ob sie die Polizei rufen sollen oder nicht.

Ich kann jetzt noch nicht all zu viel über Georg schreiben, da wir ja noch 7 Tage lang gemeinsam laufen werden.

Wir legten ein Paar Pausen ein, inklusive einer Bier-Pause in Georgs Haus - 2 Kilometer vor dem heutigen Zieleinlauf. Wir beendeten dann den Tag mit einigen Kollegen des Laufvereins „Laufwunder Steyr“ am Stadtplatz.

Nun bin ich Gast im "Stadthotel Styria" und bin ziemlich vollgegessen. Was für ein Glück, dass wir an einem Ort leben, wo man immer und überall Essen bekommt.

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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Sonntag, 20. April 2008

19. April 2008 - Tag 17: Wels - Linz (43 km)


Lauf-Infos:

Datum: 19. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.34 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4:50
Gesamtzeit: 5:34
Kilometerstand: 770 km von 1.129 km

Lauf ohne Grenzen!

Ein echter RUN FOR LIVES – heute mit 4 Mitläufern und 3 ½ Finishern. Physisch hielt Florian mit uns mit aber es dauerte eine Zeit bis er auch „im Geiste“ mit uns war.

Aber zunächst mal zum Start: Es war sehr nett mit Hermann Wimmer – Vizebürgermeister von Wels, der mittlerweile ein "alter Bekannter" ist, Gerhard Gegenleitner vom Laufverein Kremsmünster, Peter Aigner – der sich 2007 dazu entschieden hat, 56 Marathons für ein krebskrankes Kind zu laufen und Florian. Florian ist in seinem bisherigen Leben nicht mehr als einen Halbmarathon gelaufen … aber er dachte, dass RUN FOR LIVES der Grund werden sollte, einmal einen ganzen Marathon zu laufen.

Peter fürchtet sich ja anscheinend vor nichts – naja, vielleicht doch: vorm Zahnarzt. Denn wenn Peter zu lachen beginnt, fangen Zahnärzte zum Weinen an *g*. Aber dennoch: es war sooo schön Peter wieder zu sehen. Und wir liefen sofort mit nicht nur 10 km/Stunde sondern zwischen 11 und 12 km/Stunde los. Ich tat so, als ob es nett ist, aber in Wirklichkeit … ??? Aber niemand beschwerte sich. Ich habe Florians wirklich schwere Tasche in meinen Baby-Jogger gepackt, der jetzt ziemlich unbalanciert herumfährt und meinen Fahrradcomputer für diesen Tag nicht mehr funktionieren ließ, obwohl ich alles versucht habe, ihn wieder in Gang zu bekommen. Florian war sehr sehr gut vorbereitet – mit Gepäck !!!

Gerhard hatte vor, bis Traun mitzulaufen. Aber wie es so oft passiert und wie es Gerhard auch letztes Jahr ergangen ist – läuft man mal in der Gruppe mit, will man einfach nicht vorzeitig aufhören, und läuft bis zum Ende weiter.

Kilometer 25: Florians vorlautes Mundwerk wurde immer leiser und seine Schritte immer kürzer. Aber es ist noch eine Zeit lang zu laufen.

Kilometer 31: gezeichneter Gesichtsaudruck bei Florian, volle Konzentration

Peter A. und Gerhard liefen voran und machten sich über den weiteren Streckenverlauf schlau während Florian und ich etwas weiter hinten „dahingelaufen“ sind. Ich finde es großartig, dass Gerhard weiter mit uns gelaufen ist. Zu viert laufen macht schon sehr viel Spass. In Linz wechselte das Wetter und es begann zu regnen. Nicht schlimm. Aber es machte es für Florian nicht wirklich leichter. Es war nur mehr sein Wille, der ihn weiterlaufen hat lassen. Seine Beine haben bereits aufgegeben. Dieser Anblick erinnerte mich an das Buch von Stephen King: der Totesmarsch. Florian, dass solltest du mal lesen.

Das war der härteste Lauf-Kampf, den ich je miterleben durfte!!!!

Erst beim Zieleinlauf sahen wir wieder ein Lächeln in Florians Gesicht und seine Euphorie kam mit einem Bier und gutem Essen wieder.

Sehr gut gemeistert. Wirklich sehr gut! UND ... für einen guten Zweck!

Riesengroßen Dank an Peter A. und Gerhard für ihre Geduld und Ausdauer. Sie mußten heute oft im Regen auf Florian und mich warten.

Eine erstaunliche Anmerkung: Florian hat bis vor kurzem noch 128 kg gewogen und hat sich in nur 10 Monaten auf 82 kg heruntergearbeitet. Mit solch einer Hingabe gibt man nicht einfach einen Marathon auf – wie hart es auch ist.

OK, das wars für heute. Und nicht vergessen: RUN FOR LIVES betrifft nicht nur mich oder "uns", sondern ist für jene Menschen in Not – überall in der Welt – denen Ärzte ohne Grenzen versucht zu helfen.

Der Vienna City Marathon rückt immer näher – nicht vergessen, sich zu registrieren oder zu spenden!

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

PS: NUR MEHR WENIGE TAGE ZUM VIENNA CITY MARATHON! Sie laufen auch mit? Dann widmen Sie Ihre Kilometer vom VCM (oder andere Läufe) RUN FOR LIVES und bitten Sie Ihre Familie, Freunde, Bekannte, ... für Ihre Kilometer zu spenden. Die Spende geht zu 100 % an Ärzte ohne Grenzen. Sie helfen damit Menschen in Not!

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Samstag, 19. April 2008

18. April 2008 - Tag 16: Kirchdorf - Wels (43 km)


Lauf-Infos:

Datum: 18. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.17 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4:14
Gesamtzeit: 5:17
Kilometerstand: 727 km von 1.129 km

Heute erschienen 270 (!!!) Schüler aus Kirchdorf am Start und ließen richtiges Party-Feeling aufkommen. Unter ihnen natürlich auch ein paar Lehrer und Hans Hufnagl, der Obmann des Laufvereins Kirchdorf und selbst Lehrer. Er war es auch, der das für heute alles organisiert hat. Alle gaben ihr Bestes und liefen bis Blumau mit mir. Großartig!

Von Blumau bin ich dann mit Willie Bernecker weitergelaufen, bei dem ich ja letzte Nacht Gast war, und mit Franz Tockner, einem der Ultra Runner des Laufvereins. Willie läuft eher kurze Distanzen, wie Halbmarathons, die aber dafür schneller. Franz ist der Ultra Runner, der es vorzieht etwas langsamer zu laufen – das aber dafür dann etwa bis zu 48 Stunden lang. Großartig, in diesem Mix zu laufen. Wir kombinierten diese 2 Stile und liefen flott 20 km nach Kremsmünster in 2 Stunden – dabei muß man aber bedenken, dass die ersten paar Kilometer mit den Kindern und ein paar Pausen waren. In Kremsmünster wurden die 2 dann von Franz Frau Evelin abholt – Evelin unterstützt Franz bei all seinen Läufen.

Mann oh Mann, hat das Spass gemacht ... die 2 fuhren mit dem Auto davon – ich lächelte und winkte ihnen. Sie waren ausser Sichtweite und ich brach in mir zusammen … weitere 23 Kilometer, die vor mir liegen. Na machen wir eine kurze Pause und schicken meiner Freundin ein SMS. Ich beginne weiterzulaufen. Ich bekomme das Antwort-SMS. Fein, wieder ein Grund für eine Pause. Hmmmm, Zeit für einen Café. Nächste Pause. Café trinken. Weiterlaufen. Pause. Ich gönn mir ein alkoholfreies Bier. Mann, Wels ist ganz schön weit weg. War ich am Start zu schnell unterwegs oder die Gruppe zu gut für mich. Jeder Kilometer dauert ewig. In Wels erinnerte ich mich dann an den Halbmarathon und Silvesterlauf zurück und das gab mir nochmals Antrieb für die letzten 5 Kilometer, die ich „beflügelt“ mit einer Geschwindigkeit von 5 min/km zurücklegte.

Dieses letzte Stück der Strecke war ein ganz spezielles für mich. Es war das letzte Stück, dass ich für mich alleine gelaufen bin. Von nun an werde ich auf meinem Weg nach Wien jeden Kilometer von verschiedenen Läuferinnen und Läufern begleitet. Meine Freundin kommt sogar aus Holland und begleitet mich mit dem Fahhrad von Linz nach St. Pölten.

Mein Lauf, der ja in Bregenz begann war auf Grund der Wetterverhältnisse eine echte Herausforderung. Es war trotzdem schön! Aber von jetzt an genieße ich doch lieber die Sonne und die „Gesellschaft“ der Läuferinnen und Läufer die mich bis Wien begleiten werden.

Das Einkaufen habe ich heute schon während des Laufens erledigt und so konnte ich gleich nach den 43 Kilometern aufs Zimmer gehen und mich erholen.

Im Shop wo ich einkaufen war wollten Sie meinen Baby-Jogger durchsuchen … Dopingverdacht, oder wie?? Ich war nicht in Laune, all meine Kleidung, Schuhe und was sonst noch alles drinnen verstaut ist auszupacken … so gab ich ihnen einen Flyer von Ärzte ohne Grenzen und RUN FOR LIVES. Aber das reichte offensichtlich doch nicht und ich mußte den Baby-Jogger öffnen. Das ist etwas, was ich nach 38 Kilometer laufen nicht gerade gerne mache … Sie konnten nichts finden und waren offensichtlich erstaunt, was sie eventuell finden könnten wenn sie weitersuchen und so gaben sie auf. Ich bin RASIERT, schaue recht anständig aus und nun werde ich durchsucht … hmm!

Im Hotel wurde ich viel freundlicher in Empfang genommen und das Zimmer, das ich bekam, war wirklich für einen Ultra Runner bestimmt - man brauchte ca. 3 Minuten von einer Seite zur anderen *g*. Ich erhielt sogar noch einen 4-Euro-Nachlass .... Ich weiß, was Sie jetzt denken … 4 Euro nur??? Aber 1 Euro hat für Menschen in Not einen ganz anderen Wert als für uns, wenn man zum Beispiel an eine Mutter eines unterernährten Kindes denkt, die um das Überleben Ihres Kindes kämpft.

Wir können nicht die Welt retten, aber wir können ein Menschleben retten. Und da bewirkt 1 Euro bereits Vieles!

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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