21. April 2008 - Tag 19: Steyr - Ardagger Markt (43 km)
Lauf-Infos:
Datum: 21. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 15.26 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4:19
Gesamtzeit: 6:26
Kilometerstand: 858 km von 1.129 km
Es hat so viel Spass gemacht, im "Stadthotel Styria" zu sein, das zur Zeit geschlossen hat, uns aber dennoch eingeladen hat und ein Zimmer zur Verfügung gestellt hat. DANKE für alles!
Wir waren – nach einem schnellen Einkauf für den Tag bei Billa – pünktlich am Start. Georg hatte eine schreckliche Nacht. Er hat immer noch Probleme mit seinem Magen und die meiste Zeit am WC verbracht. Es war erstaunlich, dass er es geschafft hat, wieder am Start zu stehen.
Der Bürgermeister von Steyr – Herr Forstenlechner – sprach ein paar nette Worte, überreichte uns eine Spende der Stadt Steyr und merkte an, dass er überzeugt ist, dass ein Marathon gesund für den Menschen ist.
Interessant und in der Tat, viele Leute fragen nach dem gesundheitlichen Aspekt, einen Marathon zu laufen. Nun, ich kann jetzt keine wissenschaftliche Antwort darauf geben aber wenn man nach kranken Leuten sucht: Schauen Sie nicht am Start vom VCM danach. Sie werden enttäuscht sein.
Wir starteten den 19. Marathon – Irma, Georg und ich. Wir liefen locker aus Steyr hinaus. Wir hatten Rückenwind, es war viel Wind, nur er kam leider aus der falschen Richtung. Gut wars. Er bremste uns etwas ein und so hatten wir einen angenehmen Lauf.
Ich wette Georg ist anderer Meinung, denn er kämpfte ziemlich damit. Er hatte einfach zu viel Flüssigkeit heute Nacht verloren und konnte den Flüssigkeitsverlust nicht aufholen, das sein Magen das nicht zuließ.
Wir machten unsere 5 Kilometer-Pausen and hofften, dass es besser wird. Aber bei Kilometer 24 hat sich Georg dann entschieden, nach Hause zu fahren. Es war nur mehr eine Qual für ihn. Georg: großartige Leistung und ich hoffe, er erholt sich schnell genug, um bei einem anderen Lauf mitzumachen.
Markus hat angerufen und bestätigte mir, das er an der Strecke auf uns wartet. Er radelte mit und begleitete uns auf den letzten 13 Kilometern, nachdem wir ein Bier getrunken haben. Es sollte eigentlich ein alkoholfreies Bier sein! Aber ich war heute in der Früh so in Eile, dass ich beim Billa das Falsche erwischt habe und nun haute mich der Alkohol ziemlich nieder. Ich hatte einen ziemlich niedrigen Zuckerpegel und aß daher zwei Müsli-Riegel und trank Coca Cola dazu. Ich begann zu schwitzen und bekam zittrige Knie. Es ist irgendwie witzig, wenn du glaubst, du verlierst all deine Kraft und Kontrolle über deinen Körper – kannst aber immer noch weiterlaufen und es beginnt dann auch wieder der Stoffwechsel einzusetzen. So lief ich die letzten 10 Kilometer mit einem 5 Minuten/Kilometer-Schnitt und erholte mich dabei gut.
Markus hatte einen großartigen Plan und ich werde morgen ausführlich darüber berichten. Markus hat mal begonnen, ihn mir zu erklären und wir gingen zu seinem Haus und hatten ein sehr nettes Abendessen.
Ja ja, ich weiß. Immer noch kein Bild von Irma. Es war ein sehr langer Tag und am Ende war sie so müde, wo ich dann auch kein Foto von ihr machen wollte – da ihr sonst denken könntet, ich fordere sie zu viel *g*
Mit allem Respekt gegenüber Georg, realisierte ich, dass wir mit und für unsere Gesundheit laufen. Während die Menschen, denen Ärzte ohne Grenzen versucht zu helfen, oft um ihr Leben laufen müssen und nicht die Wahl haben, zu stoppen um eine Pause zu machen – egal, ob sie krank sind oder nicht.
Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter
PS: NUR MEHR WENIGE TAGE ZUM VIENNA CITY MARATHON! Sie laufen auch mit? Dann widmen Sie Ihre Kilometer vom VCM (oder andere Läufe) RUN FOR LIVES und bitten Sie Ihre Familie, Freunde, Bekannte, ... für Ihre Kilometer zu spenden. Die Spende geht zu 100 % an Ärzte ohne Grenzen. Sie helfen damit Menschen in Not!
