13. April 2008 - Tag 11: Zell/See - Bischofshofen (49 km)
Lauf-Infos:
Datum: 13. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.33 Uhr
Distanz: 49 km
Laufzeit: 4:37
Gesamtzeit: 5.33
Kilometerstand: 496 km von 1.129 km
Der Bürgermeister von Zell am See kam am Treffpunkt an: IM TRAININGSANZUG!!! Er war bei seiner sonntäglichen Jogging-Runde und hat sich entschieden, mit mir die ersten Kilometer mitzulaufen.
Ich habe sofort nach dem weglaufen mein linkes Bein gespürt. Es ist eine Beinhautentzündung, die mich beschäftigt … aber wenn ich einigermaßen langsam laufe geht das schon und der Schmerz geht nach einiger Zeit dann auch wieder weg. Es machte mir Sorgen, dass ich es gleich zu Beginn so stark gespürt habe. Aber am Ende des Tages habe ich es gerade mal 2 mal gespürt und das ist schon viel weniger als die letzten zwei Tage.
Das bestätigt wieder das, was mich der berühmte Ultra-Runner Jesper Olsen gelehrt hat. Wenn du eine Verletzung hast, musst du so laufen, das die Verletzung wieder verschwindet – er hat niemals zu laufen aufgehört. Wäre ich allerdings zu Hause gewesen, hätte ich 2 Tage Pause gemacht. Aber schaut, ich bin statt dessen weitere 101 km gelaufen und fühle mich besser!!!!
Ein weiterer Jogger kam dazu und zeigte mir den Weg nach Bruck. Und als ich so dahingelaufen bin genoss ich es mehr als erwartet. Es geht für längere Zeit leicht bergab und das macht es angenehm zu laufen und am Ende zeigte es auch die Zeit: ich bin 3 Kilometer weniger als geplant gelaufen, war dafür aber um 1 ½ Stunden schneller.
Ein Hund lief mir zu und begleitete mich ein Stück. Ein wirklich schönes Kerlchen. Aber es war nicht sehr sicher mit ihm, auf der Bundesstraße und daher lieferte ich den Hund an einer Tankstelle ab. Er ist davongelaufen und war ca. 10 km von zu Hause weg (das hat uns sein Anhänger verraten). Wir riefen die Polizei, um ihn wieder sicher nach Hause bringen zu lassen. Sorry – keine Fotos davon. Ich hätte eines machen sollen und ihm einen RUN FOR LIVES-Flyer für seinen Besitzer mitgeben sollen. Aber ihr wisst ja … viel laufen, leerer Kopf.
Heute regnete und schneite es nicht ... und das bedeutet auch, dass ich weniger anhaben muss. Ich schwitzte wieder so viel, dass ich wieder alles durchnässt war und ich muss jetzt wirklich aufpassen, dass ich mir keine Erkältung hole. Während andere Läufer bereits nur mit kurzer Hose und Shirt laufen, trage ich immer noch meine lange Laufhose und Jacke. Der Wind fühlt sich sehr kalt an, wenn man durchgeschwitzt ist.
Ich verlasse den Rad- und Wanderweg. War zwar eine wunderschöne Strecke, aber zu viel Umweg und der Kies machte das Handieren mit meinem Baby-Jogger einfach zu anstrengend. Wieder zurück auf der Bundesstraße, wo sehr viel Verkehr war!! Wo fahren die Leute alle an einem Sonntag hin? Ich wunderte mich – aber es war eine sehr gute Entscheidung, den Rad- und Wanderweg zu verlassen, obwohl es nicht leicht war, auf die Bundesstraße zurückzukommen. Aber am Ende ersparte es mir 2 Kilometer.
Man sieht mir an, dass ich müde bin. Aber seht in den Laufinfos nach: ich war wirklich schnell und ich fühle mich gut und habe keine Probleme. So bin ich gleich nach der Ankunft in Bischofshofen einkaufen gegangen. Ich fühle mich richtig fit. Das ist eine weitere Sache, die ich von Jesper gelernt habe … der Körper braucht rund 10 Tage, um sich auf diese Art von Laufen einzustellen.
Mein Zimmer ist etwas unordentlich – wie immer ;-) Meine Schmutzwäsche liegt überall herum und es gibt hier keine gute Möglichkeit, sie zu waschen. OK, ich habe ja genug Wäsche mit mir, dass ich wechseln kann. Ich glaube, es ist jetzt Zeit, sich auf die Suche nach einem Bier zu machen …
Bis morgen.
Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter
