Sonntag, 13. April 2008

12. April 2008 - Tag 10: St. Johann i.T. - Zell/See (52 km)


Lauf-Infos:

Datum: 12. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 15.58 Uhr
Distanz: 52 km
Laufzeit: 5:18
Gesamtzeit: 6.58
Kilometerstand: 447 km von 1.129 km

Was für eine Überraschung, Leute am Start zu sehen obwohl sich für heute gar niemand angekündigt hat. Die Achendamrunners werden mich heute begleiten. Obwohl sie nur 10 km geplant hatten, liefen 3 von den 5 ca 17 Kilometer mit mir mit … jetzt sind es nur mehr 3 Kilometer bis auf den Sattel. Danke für die tolle Unterstützung.

Es war wieder mal ein ziemlich grauer Tag und es regnete und schneite am Sattel. Aber nicht viel. Wie ich schon mal sagte wird das Laufen mit nasser Kleidung nach einer Zeit etwas unangenehm. Es regnete nicht den ganzen Tag und es schneite auch nicht den ganzen Tag – es war wechselhaft.

Zeit, mal wieder ein Foto zu machen ... hm, leere Batterien. Ich wechselte sie aus. Und, wieder mal ein Platten. Wieder von einem Scherben einer Bierflasche. OK, Bier ist gesund, aber wieso benutzt ihr nicht Dosen. Das würde mich verschonen, einen platten Reifen im Regen flicken zu müssen.

Zeit, um ein wenig über die Mannschaft von Ärzte ohne Grenzen zu reden. Meine Kamera weigerte sich zu funktionieren. Meine lieben Laufpartner haben angeboten, mir einige Bilder zu schicken und als ich den Platten hatte, haben Sie irgendjemanden aufgehalten und nach Hilfe gefragt. Ich weiss, ich mache mich selbst von Zeit zu Zeit zum Narren …aber ich will nicht den Eindruck hinterlassen, dass Ärzte ohne Grenzen Leute in die Welt raus schickt, die keine Reservebatterien oder Flickzeug mit sich haben. Das wäre eine Beleidigung an alle meine lieben Kollegen in aller Welt, die einen großartigen Job unter sehr anstrengenden Bedingungen machen!

Die Menschen da draussen brauchen und verdienen kompetente und angemessene medizinische Hilfe und das unter äußerst anspruchsvollen logistischen Bedingungen.

Ich mache oft Scherze und genieße hier meinen Lauf. Gleichzeitig aber nehme ich diesen Lauf sehr ernst, weil es darum geht, damit Menschenleben zu retten. Und die vielen anderen Läuferinnen und Läufer machen auch genau deswegen mit!

Die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen ist sehr anspruchsvoll und logistisch herausfordernd, da man nie voraussagen kann, welche Schwierigkeiten auf einen zukommen. ABER es bleibt realistisch da wir uns Ziele für die Länder in denen wir arbeiten setzen. Wir können leere Versprechen oder verschwendete Ressourcen nicht ausstehen.

Das RUN FOR LIVES-Team setzt sich dieses Jahr aus Andreas - der das Team leitet, Chris - der sich eigentlich um alles kümmert (Medienarbeit, Kooperationen, alle Kontakte pflegt, die Webseite aktualisiert, …) und mir – ich bin fürs Laufen und die gesamte Logistik dahinter verantworltich, zusammen. Wir sind gut, dennoch ist jede Hilfe und Unterstützung willkommen.

Vom Sattel wieder herunten, nach 20 Kilometer bergabrollen gönn ich mir wie gewöhnlich eine Tasse Cafe. Bevor Saalfelden sollte ich diesmal rechts abbiegen, dass ich nicht wieder 56 Kilometer, wie letztes Jahr, laufe … und glücklicherweise war in Leogang dann eine Touristen-Information. Aber was seh ich da: „Samstag, Sonntag und an Feiertagen geschlossen!“. Wann um Himmels willen erwarten die Touristen? Ich will mich ja nicht beschweren – und ich würde mir wünschen, das wenigstens so viel Hilfe in der dritten Welt wäre - aber ich wundere mich schon ein wenig. Das Büro gerade dann zu schließen, wenn Touristen zu erwarten sind.

Am Ende habe ich es auch so geschafft und endete mit 52 Kilometer. Die noch kürzere Route wäre über ein paar Hügel gegangen, das für Jogger und Mountain-Biker ganz nett ist, aber mit meinem Baby-Jogger wäre das nicht so toll gewesen.

Mein linker Oberschenkel macht sich bemerkbar und schmerzt ein wenig. Da muss ich aufpassen und etwas langsamer laufen. Es wurde heute nicht schlechter, aber ich habe ja noch zwei etwas längere Läufe vor mir. Andererseits wird meine Kondition immer besser und die 52 Kilometer machten mir gar nichts aus. Das soll jetzt aber nicht heissen, dass es nicht fantastisch ist, eine heiße Dusche zu nehmen und sich dann mit Chips und einem Bier aufs Bett zu legen.

Nun höre ich auf zu schreiben und schaue drauf, dass ich für morgen genügend ausgeruht bin.

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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