11. April 2008 - Tag 9: Mittersill - St. Johann i.T. (43 km)
Lauf-Infos:
Datum: 11. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.53 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4:34
Gesamtzeit: 5.53
Kilometerstand: 395 km von 1.129 km
Die ersten Kilometer “kletterte” ich auf den Pass Thurn (1.273 Meter) und schwitzte dabei so viel, dass meine Laufkleidung ganz durchnässt war. Oben angekommen entschied ich mich dazu, mein Laufshirt auszutauschen und zog mich um. So konnte ich das Bergab-Laufen genießen, ohne dass mir kalt dabei wurde. Ich habe ein wirklich tolles „Unterleibchen“ und suchte es in meiner Tasche – und suchte und suchte … Ich ärgerte mich über mich selbst, aber ich konnte es einfach nicht finden. Ich war mir sicher, ich habe es mit dabei und nicht irgendwo vergessen. Aber wo zum Teufel ist es?!?!?
Ich fand des einfach nicht ... langsam wurde mich wirklich kalt und ich gab auf, es zu suchen. Ich nahm einfach ein anderes und begann endlich, meine nassen Sachen gegen trockene zu tauschen. UND … da war ja das Shirt, dass ich suchte … ich hatte es an.
So, alles wieder OK – und wird denken auch gar nicht länger drüber nach *g* Ich wechselte die Kleidung und lief weiter. Jetzt mit meinem Walkman – denn der weitere Lauf wird nicht so hart wie er bis jetzt war. Leider konnte ich nicht all zu viele Radiosender empfangen, da ich ja in den Bergen unterwegs bin – das selbe passierte mir gestern auch schon. So verlor ich den Empfang von einem Sender nach dem anderen und der Empfang der Sender, die ich hören konnte, war sehr sehr schlecht. Und dann das komplette AUS meines Walkmans. OK, die Batterien waren leer. Ich tauschte sie und siehe da – Problem gelöst … toller Empfang – von wegen: „ich bin in den Bergen“ …
Was passierte heute noch – mal etwas ernsthafter: ein leichter Schmerz machte sich in meinem linken Schienbein bemerkbar. Keine Beinhautentzündung oder so aber ein Muskel, der zur Zeit wehtut. Ich erlaubte mir etwas längere Pausen und massierte den Muskel ein wenig. Der Rest des Tages lief problemlos. Aber ich werde auf das Muskelproblem ein Auge haben und versuchen, es nicht zu übertreiben. Am Abend werde ich dann etwas Kühles auflegen. Wie gesagt … kein Problem … aber immerhin habe ich ja noch 16 Marathons vor mir …
Als ich mir in Kitzbühel nach 30 Kilometer eine Cafe gönnte, rief mich Martina an und erzählte mir, dass der Bürgermeister von Mittersill den Startschuss für den heutigen Tag geben will. Nun, leider etwas zu spät … Aber netterweise hat er dann Ludwig ausfindig gemacht, der hat Martina angerufen, die in der Nähe von ihm wohnt und die mir im Namen des Bürgermeisters von Mittersill eine nette Spende übergeben hat. Herzlichen Dank! Martina begann zu laufen, als sie 2006 RUN FOR LIVES kennenlernte und sie sieht richtig fit aus. Wir tratschten einen Cafe und Apfelstrudel und ein Bier lang über Laufen, …
Während ich hier den Tagesbuch-Eintrag tippe läuft gerade der Wetterbericht und ich bin optimistisch … aber was auch immer er sagte … ich hörte nur das eine: ich habe morgen Rückenwind. Auf den Rest habe ich gar nicht mehr geachtet.
Es startet gerade eine Diskussion im TV über das Thema „Welches ist das beste Bier“. Das ist doch einfach: das beste Bier ist das, das für mich bereitsteht, wenn ich diese Sache erledigt habe.
Es ist jetzt 20 Uhr und Zeit für mich die Beine in die Höhe zu legen. Drei lange Tage liegen noch vor mir bevor wir auf den etwas flacheren Teil der Strecke kommen …
Bis Morgen.
Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter
