09. April 2008 - Tag 7: Jenbach - Gerlos (45 km)
Lauf-Infos:
Datum: 09. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 15.17 Uhr
Distanz: 45 km
Laufzeit: 5:06
Gesamtzeit: 6.17
Kilometerstand: 309 km von 1.129 km
Zunächst möchte ich mich für einen Schreibfehler im gestrigen Eintrag entschuldigen: Ich hatte absolut KEINE Bedenken, dass Michaela die Marathondistanz nach Jenbach nicht schafft. Es reichte ein Blick und ich wusste, Sie ist mit voller Hingabe und Einsatz dabei UND sie erlief einen wirklich ansehnlichen Spendenbetrag. DANKE Michaela.
Heute: eine weitere Überraschung zum Start. Die Hauptschule II aus Jenbach erschien mit 6 Läufern, Stephan Oppitz war auch da, ein Journalist und ein Vertreter des Bürgermeister. Nette Gruppe und ein angenehmer Start.
Wir starteten ... und ich nahm auch gleich den falschen Weg. Verlasse dich auf mich … und du bist verlassen. Ich war so froh, dass ich Läufer bei mit hatte, die mir den richtigen Weg zeigten. Die Kids waren so begeistert dass sie uns schon ziemlich bald davonliefen und ich musste ein wenig sprinten um sie zu meiner 5 km-Pause einzuholen und zu stoppen. Die Kids liefen 9 km mit uns … ok, sie liefen uns 9 km lang davon. Michael blieb bei uns und stellte seinen eigenen Rekord bei 8 km ein. Und als „Draufgabe“ legte er einen 20 km/h Sprint hin. Unglaublich, oder? Aber ich überprüfte es mit meinem Fahrrad-Computer. Er hat es wirklich gemacht! Anna Sofia war das einzige Mädchen in der Gruppe und hielt ohne Probleme mit der Gruppe mit. Ich merkte mir nicht alle Namen … aber sie waren alle großartig!!!!
Stephan und ich liefen weiter und behielten diese angenehme Geschwindigkeit bei. Der Weg war lang genug und ich musste ja immerhin noch den Pass über 16 km Länge hinauflaufen. Das Wetter bettelte förmlich um einen Cappuccino in einem netten Cafe mit Terrasse.
Bei Kilometer 28 – ab da ging es für mich auf den Pass hinauf – war es für Stephan Zeit, mich zu verlassen und den Zug zurück nach Hause zu nehmen. Ich konnte meine Geschwindigkeit auf 6-7 km/h reduzieren und alle 1000 Meter eine Pause einlegen … der erste Teil des Passes hat es in sich.
Und es wurde wieder weiss um mich. So schön und so ruhig. Die Ruhe gestern hat mir gut getan und meine Beine sind wieder fit … und das wichtigste … meine Knie ebenfalls. Es ist wirklich so: höre auf deinen Körper, werde ruhiger und laufe etwas langsamer, raste genug und erhole dich genügend und versuche 9 Stunden pro Tag zu schlafen …
In Gerlos fand ich das Hotel wieder, in dem ich bereits die letzen 2 RUN FOR LIVES auch übernachtet habe: Die “Sportalm”. Sehr treffender Name … und ich kannte bereits meinen Weg … an die Rückseite des Hotels, in die Garage rein und mit dem Lift in die Eingangshalle fahren. Sie schauten ziemlich überrascht, als ich an die Rezeption kam … da sie geschlossen hatten. Wie gut, dass ich den Weg kannte *huuh*. Es dauerte nicht lange, bis sie sich entschlossen hatten, mir doch ein Zimmer zu geben. Ich sage euch, es ist soooo angenehm einfach ein Zimmer zu bekommen, eine Dusche zu nehmen, sich etwas hinzulegen … anstatt ständig auf der Suche nach einem Schlafplatz zu sein.
Der Druck meiner Schuhe führt immer zu blauen Nägeln, die in weitere Folge abfallen. Ich will euch die Details ersparen aber 7 davon sind im Mistkübel und ein weiterer wird in Gerlos bleiben. Es beeinträchtigt mich jetzt nicht wirklich, aber es ist ein ziemlich arger Anblick. Ich bin ja versucht dazu, ein Foto davon zu machen … aber die werden niemals auf der Webseite erscheinen. Aber wen es interessiert … wenn ihr mich mal trefft, fragt mich danach …
Witzig, es ist gerade eine Werbeeinschaltung für den Vienna City Marathon (VCM). Es ist ein netter Gedanke, dass ich gerade am Weg zur Startnummernausgabe für den VCM bin … nur mehr 17 Tage und 750 Kilometer bis dorthin. Ich hoffe, dass möglichst viele Läuferinnen und Läufer Ihren Lauf beim Vienna City Marathon RUN FOR LIVES und Ärzte ohne Grenzen widmen.
Es ist an der Zeit, dass ich allen, die meinen Lauf mit einer Spende für Ärzte ohne Grenzen unterstützen, DANKE sage!!!. Es motiviert mich jeden Tag. Und heute wurde ich wieder mit 1 Euro pro Kilometer unterstützt.
DANKE!!! Im Namen der vielen Menschen in Not.
Bis morgen.
Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter
