08. April 2008 - Tag 6: Innsbruck - Jenbach (43 km)
Lauf-Infos:
Datum: 08. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.33 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4:07
Gesamtzeit: 5.33
Kilometerstand: 264 km von 1.129 km
Ich habe mir wirklich vorgenommen, heute vom Start ein Foto zu machen. Aber ich war irgendwie von Andis (Möppler) Problem mit den Bremsen seines Baby-Joggers abgelenkt – ich liebe es, Probleme zu lösen. Wir haben es noch rechtzeitig geschafft, um pünktlich zu starten. Daher kein Foto vom Start, wo das Transparent heute so schön hing wie noch nie.
Zu meiner Verwunderung tauchte auf einmal Michaela (Rotkäppchen) auf. Ok, mein Fehler. Aber sie hat sehr viel herumgeplant und daher irgendwie die Termine verwechselt. Michaela ist noch nie zuvor länger als einen Halbmarathon gelaufen und erst ein mal 30 km – als Training für heute. Michaela sieht sehr fit aus aber ich habe etwas Bedenken, dass sie es schafft.

Andi (Möppler) war ja auch mit dabei. Er lief bereits zum dritten mal den ganzen Marathon mit mir – gemeinsam mit seiner 3 Jahre alten Tochter Melanie – die er im Baby-Jogger vor sich herschiebt. Heute folgt eine Überraschung der nächsten … Andis 8jähriger Sohn Manuel will und über die gesamte Distanz von 43 km mit seinem Fahrrad begleiten. Und heute wurden wir – als Draufgabe – mit blauem Himmel und Sonne verwöhnt. Ich war etwas zu optimistisch und zog mir etwas dünneres Laufgewand an – sauberes. Ich hätte mich sonst geniert, da ich mit den anderen Sachen ja schon über 200 km unterwegs war.
Wir vereinbarten einen Schnitt von 10 km/h und es waren dann doch ca. 11 km/h. Wie du sehen kannst ist interessanterweise die Netto-Laufzeit in etwa die selbe wie gestern – aber die Brutto-Zeit um ca. 45 Minuten mehr. Das ist einfach zu erklären: das schöne Wetter erlaubt längere Pausen. Fast wie im Urlaub. Nach 30 Kilometer haben wir einen Cappuccino in der Sonne sitzend getrunken.
Die etwas längeren Pausen sind gar nicht sooo schlecht für meine Beine. Denn die 5 Marathons hintereinander in einem sehr anspruchsvollem Tempo haben ihren Preis. Und meine Beine tun jetzt doch schon etwas weh. Super, es etwas „leichter“ anzugehen um ihnen etwas Erholung zu geben. Michaela läuft und läuft … und wie du am Foto sehen kannst, sie lacht nach 35 Kilometer immer noch, obwohl wir unerwarteterweise einen Umweg und über ein paar sanfte Hügel laufen mussten. Gut gemacht!
Übrigens: das Bild wurde vom 8jährigen Manuel gemacht, der uns ja am Fahrrad begleitete und immer vorausgefahren ist, um Bilder von uns zu machen.
Nach der exakten Marathon-Distanz stoppte ich kurz, um Michaela ihre erste Marathon-Zeit mitzuteilen, die 5.27 war. Als ich sie ansah merkte ich, dass meine Infos nicht mehr bei ihr ankamen (sie war etwas ausgebrannt). Ich habe ihr versprochen, es ihr aufzuschreiben. Die volle Marathon-Distanz hat sie nun doch etwas „niedergeschlagen“ und sie war am Ende. Beim Laufen hat man es gar nicht so gemerkt, da sie knapp hinter mir beim Einlauf nach Jenbach gelaufen ist.
Ein ganz persönlicher Gedanke von mir: Ich finde es unwahrscheinlich, zu sehen, wie viele Menschen während der letzten 3 Jahre des RUN FOR LIVES von Ärzte ohne Grenzen über ihre eigenen Grenzen hinaus gegangen sind und weit mehr geschafft haben, als sie je gedacht hätten. Ich bin beeindruckt und freue mich darüber, dass miterleben zu dürfen. Einige liefen ihren ersten Marathon. Einige Ihren ersten Ultra-Marathon und andere mehrere Marathons hintereinander.
Im tatsächlichen Tagesziel ließ Michaela das „Bier danach“ aus und ich, ich ließ sie gehen. Es ist schon verständlich, dass man sich nach solch einem Lauf duschen und etwas ausruhen will. Aber danach zusammenzusitzen, ein Bier zu trinken und über den Umstand, seinen ersten Marathon gelaufen zu sein, zu reden und anzustossen ist schon etwas seeeehr einzigartiges – vorallem mit zwei so alten, durchgeschwitzten, stinkenden, müden, frechen, behaarten, … Männern wie Andi und mich.

Michaela, ich entschuldige mich, dass ich dich nicht überredet habe, mit uns etwas zu trinken.
Andi, ich entschuldige mich, dass ich Michaela nicht überredet habe, mit uns etwas zu trinken … und so musstest du alleine mit mir abhängen.
Peter, du bist ein … Warum hast du nicht Michaela überredet … aber du hast es einfach nicht besser verdient.
Leute, ich habe eure Gesellschaft sehr genossen und ihr wart die ersten bei diesem RUN FOR LIVES, die vom Start bis zum Ende mit mir mitgelaufen sind. Melanie, das war jetzt das vierte mal, wo wir gemeinsam gelaufen sind (der Frühlingslauf eingeschlossen) und Manuel, gratuliere dir zu deinen tollen Fotos und danke für deinen Einsatz! Großartig!
Jetzt ist es 20.53. Die gewaschenen Kleidungsstücke hängen überall herum. Ich bin bereit für meine Pizza und beende den heutigen Tag mit dem flüssigen Vitamin B.
Bis morgen.
Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter
Datum: 08. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.33 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 4:07
Gesamtzeit: 5.33
Kilometerstand: 264 km von 1.129 km
Ich habe mir wirklich vorgenommen, heute vom Start ein Foto zu machen. Aber ich war irgendwie von Andis (Möppler) Problem mit den Bremsen seines Baby-Joggers abgelenkt – ich liebe es, Probleme zu lösen. Wir haben es noch rechtzeitig geschafft, um pünktlich zu starten. Daher kein Foto vom Start, wo das Transparent heute so schön hing wie noch nie.
Zu meiner Verwunderung tauchte auf einmal Michaela (Rotkäppchen) auf. Ok, mein Fehler. Aber sie hat sehr viel herumgeplant und daher irgendwie die Termine verwechselt. Michaela ist noch nie zuvor länger als einen Halbmarathon gelaufen und erst ein mal 30 km – als Training für heute. Michaela sieht sehr fit aus aber ich habe etwas Bedenken, dass sie es schafft.

Andi (Möppler) war ja auch mit dabei. Er lief bereits zum dritten mal den ganzen Marathon mit mir – gemeinsam mit seiner 3 Jahre alten Tochter Melanie – die er im Baby-Jogger vor sich herschiebt. Heute folgt eine Überraschung der nächsten … Andis 8jähriger Sohn Manuel will und über die gesamte Distanz von 43 km mit seinem Fahrrad begleiten. Und heute wurden wir – als Draufgabe – mit blauem Himmel und Sonne verwöhnt. Ich war etwas zu optimistisch und zog mir etwas dünneres Laufgewand an – sauberes. Ich hätte mich sonst geniert, da ich mit den anderen Sachen ja schon über 200 km unterwegs war.
Wir vereinbarten einen Schnitt von 10 km/h und es waren dann doch ca. 11 km/h. Wie du sehen kannst ist interessanterweise die Netto-Laufzeit in etwa die selbe wie gestern – aber die Brutto-Zeit um ca. 45 Minuten mehr. Das ist einfach zu erklären: das schöne Wetter erlaubt längere Pausen. Fast wie im Urlaub. Nach 30 Kilometer haben wir einen Cappuccino in der Sonne sitzend getrunken.
Die etwas längeren Pausen sind gar nicht sooo schlecht für meine Beine. Denn die 5 Marathons hintereinander in einem sehr anspruchsvollem Tempo haben ihren Preis. Und meine Beine tun jetzt doch schon etwas weh. Super, es etwas „leichter“ anzugehen um ihnen etwas Erholung zu geben. Michaela läuft und läuft … und wie du am Foto sehen kannst, sie lacht nach 35 Kilometer immer noch, obwohl wir unerwarteterweise einen Umweg und über ein paar sanfte Hügel laufen mussten. Gut gemacht!
Übrigens: das Bild wurde vom 8jährigen Manuel gemacht, der uns ja am Fahrrad begleitete und immer vorausgefahren ist, um Bilder von uns zu machen.
Nach der exakten Marathon-Distanz stoppte ich kurz, um Michaela ihre erste Marathon-Zeit mitzuteilen, die 5.27 war. Als ich sie ansah merkte ich, dass meine Infos nicht mehr bei ihr ankamen (sie war etwas ausgebrannt). Ich habe ihr versprochen, es ihr aufzuschreiben. Die volle Marathon-Distanz hat sie nun doch etwas „niedergeschlagen“ und sie war am Ende. Beim Laufen hat man es gar nicht so gemerkt, da sie knapp hinter mir beim Einlauf nach Jenbach gelaufen ist.
Ein ganz persönlicher Gedanke von mir: Ich finde es unwahrscheinlich, zu sehen, wie viele Menschen während der letzten 3 Jahre des RUN FOR LIVES von Ärzte ohne Grenzen über ihre eigenen Grenzen hinaus gegangen sind und weit mehr geschafft haben, als sie je gedacht hätten. Ich bin beeindruckt und freue mich darüber, dass miterleben zu dürfen. Einige liefen ihren ersten Marathon. Einige Ihren ersten Ultra-Marathon und andere mehrere Marathons hintereinander.
Im tatsächlichen Tagesziel ließ Michaela das „Bier danach“ aus und ich, ich ließ sie gehen. Es ist schon verständlich, dass man sich nach solch einem Lauf duschen und etwas ausruhen will. Aber danach zusammenzusitzen, ein Bier zu trinken und über den Umstand, seinen ersten Marathon gelaufen zu sein, zu reden und anzustossen ist schon etwas seeeehr einzigartiges – vorallem mit zwei so alten, durchgeschwitzten, stinkenden, müden, frechen, behaarten, … Männern wie Andi und mich.

Michaela, ich entschuldige mich, dass ich dich nicht überredet habe, mit uns etwas zu trinken.
Andi, ich entschuldige mich, dass ich Michaela nicht überredet habe, mit uns etwas zu trinken … und so musstest du alleine mit mir abhängen.
Peter, du bist ein … Warum hast du nicht Michaela überredet … aber du hast es einfach nicht besser verdient.
Leute, ich habe eure Gesellschaft sehr genossen und ihr wart die ersten bei diesem RUN FOR LIVES, die vom Start bis zum Ende mit mir mitgelaufen sind. Melanie, das war jetzt das vierte mal, wo wir gemeinsam gelaufen sind (der Frühlingslauf eingeschlossen) und Manuel, gratuliere dir zu deinen tollen Fotos und danke für deinen Einsatz! Großartig!
Jetzt ist es 20.53. Die gewaschenen Kleidungsstücke hängen überall herum. Ich bin bereit für meine Pizza und beende den heutigen Tag mit dem flüssigen Vitamin B.
Bis morgen.
Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter
runforlives - 9. Apr, 09:05
