Samstag, 5. April 2008

04. April 2008 - Tag 2: Feldkirch - Klösterle (46 km)


Lauf-Infos:

Datum: 04. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 14.30 Uhr
Distanz: 46 km
Laufzeit: 4:46
Gesamtzeit: 5:30
Kilometerstand: 89 km von 1.129 km

blog_peter-tag2-selbstportrait

Nach einer angenehmen Nacht war ich viel zu früh am Startpunkt in Feldkirch. Da holte ich mir noch einen Cafe bei Eduscho und genoss ihn neben meinem Baby-Jogger. Fühle mich immer schuldig, EUR 1,80 für einen Cafe zu bezahlen, da ich ganz genau weiß, dass ich damit 2 Menschenleben retten könnte. Aber wir können ja nicht unser eigenes Leben aufhören zu leben, um anderen so gut wie möglich zu helfen. Wir können beides gleichzeitig ...

Der Bürgermeister von Feldkirch – Herr Mag. Wilfried Berchtold – und sein PR-Mann Thomas Hechenberger treffen ein. Ein kurzes Gespräch, ein paar Fotos von Rudi Hämmerle und ich lief los ... aber wo ist Christoph Dobler ...? Hmmm, möglicherweise hat er eine Gürtelrose und hat sich dazu entschieden, sie mit einem Bier zu behandeln, als mit mir zu laufen. Kann ihm nicht böse sein. Aber jetzt im Ernst, Christoph: Ich hoffe, dir geht es gut! Du bist jederzeit willkommen, mit mir ein anderes mal zu laufen ... wenn es dir zeitmäßig dann besser ausgeht.

Ich kenne ja mittlerweile die Strecke und es ist kein Problem, in Richtung Bludenz zu laufen. Und das Wetter ist inzwischen auch ganz ok. So laufe ich locker vor mich hin ... Ich fürchte immer noch etwas den Arlberg. Aber nicht wegen der großen Anstrengung – nein, ich mag das. Es ist auch eines der interessantesten Teilstrecken. Aber 2006 haben mich am Arlberg beide Knie verlassen und ich hatte ziemliche Probleme, die noch vor mir liegenden 1.000 Kilomter zu bestreiten. So gehe ich es heuer etwas lockerer an und laufe mit ca. 10 km/Stunde und nicht schneller. In der Zeitung habe ich gelesen, dass einige Ortschaften wegen der Schneemassen von der Aussenwelt abgeschnitten sind. Mit allem Respekt den Einwohnern und der Situation gegenüber ... kann ich nicht aufhören daran zu denken, dass auf anderen Plätzen der Erde Millionen von Menschen für Jahrzehnte von der Aussenwelt abgeschnitten waren und manche vielleicht die ersten 10 Jahre ihres Lebens auf wenigen Quadratmetern aufwachsen mussten, weil sie in einem Flüchtlingslager geboren wurden ...

Diese Gedanken geben mir Antrieb, für Ärzte ohne Grenzen und Menschen in Not zu laufen ...

In der Nähe von Bludenz hörte ich auf einmal etwas zischen und lauschte sorgfältig an meinem rechten Reifen. Hmmm. Mir war nicht ganz klar wo das Zischen herkam ... und in den Reifen ist immer noch genügend Luft. In Bludenz wartete bereits jemand auf mich ... ich muss jetzt einen Zahn zulegen. Später überprüfte ich nochmals den Reifen. Er war nicht 100 % hart, aber ich war mir nicht sicher.

blog_peter-tag2-baby-jogger

Schlau wie ich bin verglich ich den Reifendruck des rechten Reifen nun mit dem vom linken und stellte fest, dass dieser defekt war!!!! Ich überprüfte die ganze Zeit den falschen Reifen!!!! OK. Blöd für Wolfgang – aber ich konnte das Problem schnell beheben. Kein Problem mehr.

Wolfgang wartete geduldig und wir liefen bald wieder weiter. Wolfgang ist ein wirklich guter Läufer und er ist wirklich fit. Er begleitete mich über eine etwas längere Strecke, als geplant – die war Gott sei Dank aus Asphalt, das es etwas erleichterte. Der Baby-Jogger ist heuer wirklich schwer und die Reifen werden ziemlich stark belastet. Das Wetter wird immer besser obwohl es ziemlich kalt ist. Aber wir genießen den Schnee um uns ;-)

Wir kamen pünktlich in Klösterle an, wo ich wieder im selben Gästehaus – wie letztes Jahr – übernachten werde. Wir tranken noch ein Bier und Wolfgang verabschiedete sich, bevor ich daran dachte, ein Foto von uns beiden zu machen. Das wäre viel besser gewesen, als eines von mir selbst ... wie konnte ich nur darauf vergessen ... Naja: Schaut mich an, stellt euch mich 30 Jahre jünger vor und wirklich attraktiv vor ... das ist Wolfgang ;-)

Das lässt mich an meinen Freund denken, der mir heute ein Mail geschrieben hat das er jetzt 10 km laufen geht, um wieder einen klaren, “leeren” Kopf nach einem harten Arbeitstag zu bekommen ... hmm, wie leer muss mein Kopf nun sein – ein furchterregender Gedanke!

Morgen. Der Arlberg. Die Strecke, auf der mich bis jetzt noch kein Läufer begleitet hat. Es ist zwar sehr anstrengend ... aber eine der schönsten Strecken des gesamten Laufes durch Österreich. Ich werde einfach nicht zu schnell laufen und öfter mal stehen bleiben, um den fantastischen Ausblick zu genießen. Ich freue mich schon darauf und hoffe auf schönes Wetter.

Jetzt muß ich los ... der Ex-Bürgermeister von Klösterle hat mich zum Abendessen eingeladen. Und da ich gestern keine Zeit hatte, etwas am Abend zu essen, werde ich mich heute vollstopfen ;-)

Für jemanden der jeden Tag einen Marathon läuft ist es ja nicht gerade eine gute Idee Mahlzeiten auszulassen ...

Mahlzeit! Bis morgen ...

Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter

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