25. April 2008 - Tag 23: St. Pölten - Tulln (43 km)
Lauf-Infos:
Datum: 25. April 2008
Start: 09.00 Uhr
Ankunft: 13.46 Uhr
Distanz: 43 km
Laufzeit: 3.42
Gesamtzeit: 4.46
Kilometerstand: 1.041 km von 1.129 km
Alle sind gekommen: Die selben 4 wie vor 2 Jahren (am letzen Tag des RUN FOR LIVES 2006). Die Laufgruppe SOL4RUN!!! Klaus, Sepp, Peter und Dorfi.
Es ist großartig alle 4 nach zwei Jahren wieder zu sehen. Und alle sind in guter Verfassung und gesund. Und Matthias, der heute das dritte mal hintereinander mit mir mitgelaufen ist beendete seinen Lauf mit weit über 100 Kilometer!!! Und ein weiterer Läufer war dabei: Rainer, der die bis jetzt größte Gruppe, die mich an einem Tag begleitet hat, komplett machte.
Nach bereits 2 Kilometer machten wir eine kurze Pause um das "1.000 Kilometer seit Bregenz"-Bild zu machen ... dann machten wir wie gewohnt alle 5 Kilometer eine Pause.
In Langmannersdorf machten wir eine Pause und genehmigten uns einen Cafe und/oder Apfelsaft. Als der Ex-Bürgermeister von Langmannersdorf hörte, was diese Gruppe von schwitzenden Männern versucht zu erreichen, übernahm er die sofort die Rechnung unserer Getränke. Herzlichen Dank!!!
Matthias verließ uns hier, denn er hat was besser zu tun .....???? Bald danach verstand ich warum. Ich erblickte dicke schwarze Wolken über uns und ein Gewitter kam immer näher. Danke Matthias für die letzten drei großartigen Tage. Wir treffen uns ja am 15. Juni beim 100 Kilometer-Lauf in Steyr wieder.
Dieses Lauf-Team ist einfach großartig. Alles sehr erfahrene Läufer. Dass merkt man auch daran, dass sich niemand ärgert, wenn sich die Gruppe teilt und erst wieder bei der nächsten Pause zusammenfindet. Es ist selbstverständlich, dass jeder seine eigene Geschwindigkeit läuft. Manchmal schneller, manchmal langsamer.
Bei Kilometer 30 begann es zu regnen. Ich weiß, ich habe mich bis jetzt noch nie über das wetter beschwert – und das werde ich auch heute nicht tun. ABER: hätte es bereits beim Start so geregnet, wie heute, dann hätte ich ... !!!
Völlig durchnässt liefen wir weiter – es schien nicht aufhören zu wollen. So lief jeder für sich, so schnell er konnte. Und auf die 5 Kilometer-Pause dachte sowieso niemand mehr. Nur ich stoppte für einen Moment an einer Tankstelle. Ich verstand es selbst nicht – aber ich musste einfach stehen bleiben … es sah so verlockend aus ...
Rainer hielt mit mir mit. Hinter uns der Rest der Truppe. Nur, wenn ich auf über 15 km/h beschleunigte, kam er nicht mehr mit. Super gemacht Rainer!!! So wurde ich auch wieder langsamer, da ich dieses Tempo nicht halten konnte, und wir liefen die letzten 3 Kilometer gemütlich nach Tulln.
Ich war ziemlich überrascht, als innerhalb wengier Minuten Klaus und Sepp im Ziel erschienen. Ich muss diese Abkürzung verpasst haben …???!!!
So schnell wie möglich gingen wir dann in eine Bäckerei und dort gleich aufs WC, um uns endlich trockene Kleidung anzuziehen.
Peter und Dorfi kamen ein wenig später an und Peter zitterte vor Kälte.
Eine gute halbe Stund verbrachten wir dann in der Bäckerei mit Essen und Trinken – wir haben so ziemlich alles aufgegessen, was die Bäckerei noch so hatte. Danach trennten wir uns – musikalisch begleitet von Dorfis Vater.
Jetzt sitze ich das letzte mal alleine in einem Hotel. Morgen werde ich in Wien sein. Ich fühle mich nach mehr als 1.000 Kilometer immer noch gut und habe keine Probleme. Es gab jeden Tag ein paar Verspannungen oder schmerzende Stellen – aber am nächsten Tag war alles wieder vorbei. Heute macht sich mein linker Oberschenkel das erste mal bemerkbar, aber ich nehme nicht an, dass mich das morgen stören wird.
Der menschliche Körper ist schon erstaunlich.
Peter Rietveld - http://www.run-for-lives.at/peter
PS: NUR MEHR WENIGE TAGE ZUM VIENNA CITY MARATHON! Sie laufen auch mit? Dann widmen Sie Ihre Kilometer vom VCM (oder andere Läufe) RUN FOR LIVES und bitten Sie Ihre Familie, Freunde, Bekannte, ... für Ihre Kilometer zu spenden. Die Spende geht zu 100 % an Ärzte ohne Grenzen. Sie helfen damit Menschen in Not!
